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    <title>Gsallbahdr Zwei - Sprachwürdig</title>
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    <description>Das Wort zum Alltag von DrNI</description>
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    <pubDate>Sun, 28 Aug 2011 20:09:08 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: Gsallbahdr Zwei - Sprachwürdig - Das Wort zum Alltag von DrNI</title>
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    <title>Sprachwürdig</title>
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            <category>Sprachwürdig</category>
    
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    <author>nospam@example.com (DrNI)</author>
    <content:encoded>
    So, liebe Leser, es ist einmal wieder Zeit für Eure Intuition. Lest folgendes Schild in normalem Tempo und beantwortet für Euch ohne erneutes Lesen die unten stehende Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;drniCenter&quot;&gt;&lt;img  class=&quot;drniCenter&quot;  src=&quot;http://www.drni.de/niels/weblog/pix/sw-004.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;»Fotografieren und Filmen zu kommerziellen Zwecken bedürfen einer Vereinbarung mit der Parkleitung.«&lt;/small&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Die Frage: &lt;em&gt;Ist Fotografieren ohne Vereinbarung immer verboten?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachwissenschaftlich gesehen kann man sich fragen, wo man die Phrase &lt;em&gt;zu kommerziellen Zwecken&lt;/em&gt; denn andocken möchte. Es gibt zwei Möglichkeiten. Das kann man sich verdeutlichen, wenn man die einzelnen Satzteile mal flott und flapsig mit Klammern als zusammengehörig kennzeichnet:&lt;ul&gt;&lt;li&gt;[[Fotografieren und Filmen] [zu kommerziellen Zwecken]]&lt;br /&gt;
Das ist die vermutlich von der Parkleitung intendierte Bedeutung: &lt;em&gt;zu kommerziellen Zwecken&lt;/em&gt; bezieht sich auf die ganze Konstruktion &lt;em&gt;Fotografieren und Filmen&lt;/em&gt;.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;[Fotografieren und [Filmen [zu kommerziellen Zwecken]]]&lt;br /&gt;
In der Variante bezieht sich  &lt;em&gt;zu kommerziellen Zwecken&lt;/em&gt; nur auf &lt;em&gt;Filmen&lt;/em&gt;, Fotografieren muss also immer genehmigt werden, auch zu nichtkommerziellen Zwecken&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;Na ist doch logisch, was die gemeint haben. Das möchte man jetzt sagen. Ist es auch. Aber wenn man schnell über das Schild liest, dann muss der eigene Kopf im Vorbeilesen die Phrase &lt;em&gt;zu kommerziellen Zwecken&lt;/em&gt; irgendwo ankleben. Das könnte schon beim &lt;em&gt;zu&lt;/em&gt; ablaufen, spätestens aber wenn das Ende der Phrase erkennbar ist, das wäre beim &lt;em&gt;ist&lt;/em&gt;. Um das Problemkind an die ganze Phrase &lt;em&gt;Fotografieren und Filmen&lt;/em&gt; anzukleben, muss man in der Verarbeitung vermutlich weiter zurück in der Zeit, was einen höheren Aufwand bis hin zum erneuten Lesen des Satzes bedeuten kann. Vermutlich hat jemand über dieses Thema schon mal eine Studie gemacht. Und wenn ich nicht gerade an einem Paper arbeiten würde, dann würde ich mal danach suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie habt Ihr den Satz also intuitiv verstanden? (Die beabsichtigte Bedeutung ist klar, aber kommt die sofort rüber?) 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 28 Aug 2010 13:20:00 +0200</pubDate>
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    <title>Sprachwürdig</title>
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            <category>Sprachwürdig</category>
    
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    <author>nospam@example.com (DrNI)</author>
    <content:encoded>
    Und hier kommt mal wieder ein neues Foto mit neuer Sprache. Eine der Cafeten unserer Alma Mater wandelt auf dem Feld der Pragmatik und liefert uns betrefflich ihrer Tassen folgende Aussage:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;drniCenter&quot;&gt;&lt;img  class=&quot;drniCenter&quot; src=&quot;http://www.drni.de/niels/weblog/pix/sw-003.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;»Achtung! Diese Becher sind gespült und sauber!«&lt;/small&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Und nun die Fragen an meine Leser: Wie versteht Ihr das? Was sagt das über andere Tassen, sind diese nur gespült, aber nicht sauber? 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 08 Jun 2010 09:59:00 +0200</pubDate>
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    <title>Sprachwürdig</title>
    <link>http://zwei.drni.de/archives/931-Sprachwuerdig.html</link>
            <category>Sprachwürdig</category>
    
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    <author>nospam@example.com (DrNI)</author>
    <content:encoded>
    Und wieder&amp;#160;&amp;ndash; ganz im Sinne des &lt;a href=&quot;http://www.drni.de/blog/archives/922-Sprachwuerdig.html&quot;&gt;ersten &lt;em&gt;Sprachwürdig&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&amp;#160;&amp;ndash; eine sprachliche Stolperigkeit aus dem Alltag, die es in den Kommentaren zu erklären gilt. Nicht gültig ist, sich in sprachpolizeilicher Manier darüber aufzuregen. So denn, liebe Kommentatoren, was ging hier schief?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;drniCenter&quot;&gt;&lt;img  class=&quot;drniCenter&quot; src=&quot;http://www.drni.de/niels/weblog/pix/sw-002.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;»Heute Stammessen: gebratene Maultaschen mit Ei, grüner und Kartoffelsalat.«&lt;/small&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Und warum gibt es in Deutschland tatsächlich in mehreren Städten ganz offiziell ein &lt;a href=&quot;http://www.google.com/search?hl=de&amp;q=%22Chemisches+und+Veterin%C3%A4runtersuchungsamt%22&quot;&gt;&lt;em&gt;Chemisches und Verterinär&amp;shy;unter&amp;shy;suchungsamt&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; und fühlt sich das sprachlich gut an? 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 02 May 2010 11:08:00 +0200</pubDate>
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    <title>Sprachwürdig</title>
    <link>http://zwei.drni.de/archives/922-Sprachwuerdig.html</link>
            <category>Sprachwürdig</category>
    
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    <author>nospam@example.com (DrNI)</author>
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    Vielleicht wird dies hier der Anfang einer neuen Kategorie oder Serie. Immer wieder stolpere ich über Sprache, die mich stutzig macht. Und leider gibt es nirgendwo mehr korinthenkackende Stinkmorcheln als wenn es um Sprache geht. Hier wird mit größter Lust in falsch und richtig eingeteilt und verdammt, wessen Äußerung in die letzte Kategorie fällt. Aber darum soll es nicht gehen. Gehen soll es um die Dinge, die sich irgendwie ungemütlich anfühlen und bei denen man selbst überlegen kann, was da eigentlich passiert sein könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Anfang macht dieses Schild an einem Briefkasten:&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;drniCenter&quot;&gt;&lt;img  class=&quot;drniCenter&quot;  src=&quot;http://www.drni.de/niels/weblog/pix/sw-001.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;»Keine Werbung und auch Zeitung!«&lt;/small&gt;&lt;/div&gt;Erklärungsversuche&amp;#160;&amp;ndash; gerne auch sprachwissenschaftliche&amp;#160;&amp;ndash; dürfen in den Kommentaren abgeladen werden. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 19 Apr 2010 18:43:00 +0200</pubDate>
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    <title>Fucking</title>
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            <category>Sprachwürdig</category>
    
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    <author>nospam@example.com (DrNI)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div style=&quot;position:relative; left:16px; text-align:center; float:right; margin-bottom:10px; margin-left:10px; width:auto; height:auto;&quot; &gt;&lt;a href=&quot;http://www.drni.de/niels/weblog/pix/gross.php?bild=elefant.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img style=&quot;border: solid 1px; vertical-align:text-bottom&quot; src=&quot;http://www.drni.de/niels/weblog/pix/elefant.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong style=&quot;position: relative; left: -20px;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.drni.de/niels/weblog/pix/gross.php?bild=elefant.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.drni.de/niels/weblog/lupe.gif&quot; alt=&quot;Zoom&quot; style=&quot;border: 0px;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;Fuckin&#039; huge!&lt;/small&gt;&lt;/div&gt;Der britisch-(schweizer-)deutsche Muttersprachler K. erklärte während eines &lt;a href=&quot;http://www.drni.de/blog/archives/370-Bye-Bye-Potsdam-Golm-Campus,-4.html&quot;&gt;abendlichen Minigelages&lt;/a&gt; den englischen Ausdruck &lt;em&gt;fucking&lt;/em&gt; zum &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Elativ&quot;&gt;Elativ&lt;/a&gt;. Nun ist der Elativ, wie Wikipedia gleich im ersten Satz betont, eine »Steigerungsform des Adjektivs«. Ich komme darauf, weil ich gerade Radiohead höre. In deren Song &lt;em&gt;Creep&lt;/em&gt; heißt es:&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;»I wish I was special&lt;br /&gt;
so fuckin&#039; special&lt;br /&gt;
but I&#039;m a creep&lt;br /&gt;
I&#039;m a weirdo [...]«&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;Abgesehen davon, daß mir diese Zeilen äußerst sympathisch sind kam ich gerade darauf, daß &lt;em&gt;fucking&lt;/em&gt; keine Form von &lt;em&gt;special&lt;/em&gt; ist. Ein separates Wort für diese Form zu benutzen könnten Sprachzyniker nun als Beweis für den Wandel des Englischen von einer synthetischen hin zu einer isolierenden Sprache sehen (&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Isolierende_Sprache&quot;&gt;siehe auch&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als deutscher Muttersprachler kann mir das eigentlich verdammt egal sein. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 20 Sep 2007 15:08:00 +0200</pubDate>
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    <title>Die Erkenntnis des Tages</title>
    <link>http://zwei.drni.de/archives/375-Die-Erkenntnis-des-Tages.html</link>
            <category>d.E.d.T.</category>
            <category>Sprachwürdig</category>
    
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    <author>nospam@example.com (DrNI)</author>
    <content:encoded>
    »Deform« könnte von &lt;em&gt;deformieren&lt;/em&gt; abgeleitet sein. Es könnte aber auch zusätzlich ein Kofferwort sein, das aus &lt;em&gt;deutsche Reform&lt;/em&gt; gebildet wurde. Denn jede deutsche Reform ist deine Deform. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 20 Sep 2007 13:03:22 +0200</pubDate>
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    <title>Unmut »der etwas anderen Art«</title>
    <link>http://zwei.drni.de/archives/374-Unmut-der-etwas-anderen-Art.html</link>
            <category>Sprachwürdig</category>
    
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    <author>nospam@example.com (DrNI)</author>
    <content:encoded>
    Nun kann ich nicht mehr anders, nun muß ich meinem Unmut zum Ausdruck verhelfen. Es geht mir um die Formulierung »der etwas anderen Art«. Man stolpert ja dauernd darüber, und jedes mal muß ich doch irgendwie aufstoßen: Was will der Autor damit sagen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Beispiele sind mit &lt;a href=&quot;http://www.google.com/search?q=%22der+etwas+anderen+art%22&quot;&gt;Tante Goos Hilfe&lt;/a&gt; ja schnell gefunden:&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;Gelegenheit für eine Filmkritik der etwas anderen Art.&lt;/em&gt; (&lt;a href=&quot;http://www.cineman.ch/movie/2007/TheSimpsonsMovie/review.html&quot;&gt;Q.&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fränkische Gastlichkeit der etwas anderen Art&lt;/em&gt; (&lt;a href=&quot;http://www.landgasthof-kilchert.de/Bayreuth.html&gt;Q.&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schmuck der etwas anderen Art&lt;/em&gt; (&lt;a href=&quot;http://www.vansten-design.de/&quot;&gt;Q.&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;RockZOOM, ein Magazin der etwas anderen Art geht an den Start...&lt;/em&gt; (&lt;a href=&quot;http://www.yigg.de/198787_RockZOOM_ein_Magazin_der_etwas_anderen_Art_geht_an_den_Start&quot;&gt;Q.&lt;/a&gt;)&lt;/blockquote&gt;Und so geht es geradewegs weiter. Ich hätte z.B. nichts gegen ein Magazin der anderen Art. Ja, endlich mal ein Magazin, das anders ist, endlich mal was neues, wie erfrischend! Aber nein, so soll es wohl nicht sein: Es fehlt einfach der Mut zum anders sein, der Mut sich abzuheben vom lauschig-gemütlichen Mainstream-Brei. Denn wer gegen den Strom schwimmt, der muß auch mal einiges schlucken können. Deswegen ist es wohl nur ein Magazin der &lt;em&gt;etwas&lt;/em&gt; anderen Art. Über die Filmkritik könnte man wohl das gleiche sagen. Ist sie nun anders oder nicht? Wenn sie nur irgendwie halt &lt;em&gt;etwas anders&lt;/em&gt; ist, dann werde ich das beim Lesen schon selbst merken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzig und allein bei der Gastlichkeit, da ist man vielleicht froh, wenn da nichts &lt;em&gt;komplett anders&lt;/em&gt; ist als das, was man sich unter Gastlichkeit so vorstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was es nicht alles gibt:&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;Starmix - Die Showband der etwas anderen Art&lt;/em&gt; (&lt;a href=&quot;http://www.starmix.at/&quot;&gt;Q.&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein Förderverein der etwas anderen Art&lt;/em&gt; (&lt;a href=&quot;http://www.swr.de/landesschau-rp/hammerdorf/-/id=1512516/nid=1512516/did=1974026/r354d3/index.html&quot;&gt;Q.&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&quot;Eine Veranstaltung der etwas anderen Art&quot;&lt;/em&gt; (&lt;a href=&quot;http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/35815/&quot;&gt;Q.&lt;/a&gt;)&lt;/blockquote&gt;Niemand möchte anders sein, wir möchten alle dazugehören. Selbst die Showband möchte eigentlich nichts besonderes sein. Ja eigentlich möchte sie wohl den üblichen Mainstream-Showband-(Playback?)-Shit wie die anderen Showbands abliefern und dafür genau so viel Kohle bekommen wie diese. Aber irgendwas muß dann da doch sein, warum diese Showband besonders ist. Ja genau, sie ist &lt;em&gt;etwas anders&lt;/em&gt; als der Rest. Aber noch nicht &lt;em&gt;so komplett anders&lt;/em&gt;, daß das Publikum davonrennen würde. Kurzum: Sie ist vermutlich einfach langweilig. (Dies ist allein eine Annahme aufgrund des Slogans.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nun will ich Euch nicht weiter belasten mit derartigem sprachlichen Unsinn. Übrigens, beim letzten Beispiel ist noch eine weitere Grausamkeit zu beobachten, die vor allem in Lokalzeitungen und in Amtsblättern, aber auch in der amteuerhaften Werbung ihr Unwesen treibt: Alles muß in Anführungszeichen! Warum die Gänse überall ihre Füßchen drauf haben müssen, was weiß ich nicht. Für mich wirkt das dann immer so, als würden sich die Leute selbst nicht ernst nehmen.&lt;blockquote&gt;Café Dingensbumsens - &quot;Das beste Café der Stadt&quot;.&lt;/blockquote&gt;In Gänsefüßchen, haha, ist das ironisch, zu denen würde ich nie gehen. Die nehmen sich ja nicht mal selber ernst! Da gibt&#039;s ja nicht mal &#039;ne &lt;a href=&quot;http://www.drni.de/blog/archives/366-Die-Erkenntnis-des-Tages.html&quot;&gt;richtige Latte&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theorie: Denken beim Schreiben ist aus der Mode. Grundfrage #1: Was will ich eigentlich sagen? 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 19 Sep 2007 13:37:00 +0200</pubDate>
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    <title>Sommerhitze</title>
    <link>http://zwei.drni.de/archives/298-Sommerhitze.html</link>
            <category>Sprachwürdig</category>
    
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    <author>nospam@example.com (DrNI)</author>
    <content:encoded>
    Das Außenthermometer meines Mitbewohners zeigte 31,5° im Schatten. Also auf in die Uni. Das Fahrrad ist andernorts, also die nicht optimale Busverbindung ausgenutzt. Dann der Rückweg. Unfall, Straße in eine Richtung zu. Andere Richtung also, man kann es sich ja quasi heraussuchen wie man um den Berg herumfahren möchte zur neuen Bleibe. Es gibt nur zwei Arten von Bussen im Sommer: Schockfrostende klimatisierte Erkältungsbazillenfreudenwohnmobile und mit warmem und kaltem Schweiß gefüllte rollende Saunen. So war auch die Abfolge heute. Und dann sitzt man da im Pheromonnebel und erblickt wieder dieses Schild:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;position:relative; left:8px; text-align: center; margin-bottom:10px; margin-top:10px; width:auto; height:auto;&quot; &gt;&lt;a href=&quot;http://www.drni.de/niels/weblog/pix/gross.php?bild=schwarzfahrer.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img style=&quot;border: solid 1px; vertical-align:text-bottom&quot; src=&quot;http://www.drni.de/niels/weblog/pix/schwarzfahrer.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong style=&quot;position: relative; left: -20px;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.drni.de/niels/weblog/pix/gross.php?bild=schwarzfahrer.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.drni.de/niels/weblog/lupe.gif&quot; alt=&quot;Zoom&quot; style=&quot;border: 0px;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Das dampfende Hirn versucht nun, diesen Satz zu analysieren: &lt;em&gt;»Wer keinen gültigen Fahrschein gekauft, entwertet oder ihn verloren hat und nicht vorzeigen kann zahlt 40€ und muss mit strafrechtlichen folgen rechnen.«&lt;/em&gt; Verwirrend. Herr Sick vom &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/zwiebelfisch&quot;&gt;Zwiebelfisch&lt;/a&gt; wäre begeistert. Also linguistisch belasteter Mensch denkt DrNI eher an Wahrheitsgehalte und was die Verben als Funktionen auf den Mengen denn da so anstellen und mit dieser Herangehensweise wird es komplett idiotisch. Einen solchen Satz kann man nicht logisch verstehen, man kann seine Bedeutung nur erraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein formaler und dennoch formloser (im Sinne von keiner bestimmten Theorie folgender) Versuch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;tt&gt;gekauft(Wer,  keinen gültigen Fahrschein)&lt;br /&gt;
ODER&lt;br /&gt;
entwertet(Wer,  keinen gültigen Fahrschein)&lt;br /&gt;
ODER&lt;br /&gt;
(&lt;br /&gt;
&amp;#160;&amp;#160;verloren(Wer,  keinen gültigen Fahrschein) &lt;br /&gt;
&amp;#160;&amp;#160;UND&lt;br /&gt;
&amp;#160;&amp;#160;nicht(kann(Wer, vorzeigen(keinen gültigen Fahrschein )&lt;br /&gt;
)&lt;br /&gt;
...&lt;/tt&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer also keinen gültigen Fahrschein entwertet hat, der ist dran. Nicht dran ist also, wer einen ungültigen Fahrschein entwertet hat oder einen gültigen Fahrschein entwertet hat. Wer ihn verloren hat und nicht vorzeigen kann ist auch dran. Wer ihn verloren hat und ihn vorzeigen kann aber wohl nicht. Hm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da beschwert sich gestern ein mir nicht unbekannter, der Sprachgebrauch seiner Kinder gehe immer mehr in Richtung »schlampig« - ich sagte ihm, das sei doch kein Problem, so lange man sich verständigen könnte. Im wesentlichen würde das dann schon noch &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Konversationsmaximen&quot;&gt;Grices Konversationsmaximen&lt;/a&gt; entsprechen. Im Moment scheint es mir jedenfalls besser, als mit vielen langen Sätzen wenig viel sinnvolles abzusondern. Das gilt auch für Schilder im Bus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat eigentlich mal jemand regulär keinen gültigen Fahrschein, also einen ungültigen Fahrschein gekauft? 
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    <pubDate>Wed, 20 Jun 2007 19:57:00 +0200</pubDate>
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