Kurz nach neun, die Session findet gerade in ihre ersten paar Takte. Das Stromgitarrenmädchen und meine Geringfügigkeit als Bassist betreten das Lokal. Die Bude ist voll, die Bedienungen sind überfordert, die Luft ist feucht und die Kehlen sind trocken. Der Zampano kommt auf uns zu und zückt seine Schreibwerkzeuge. Ja, wir können dann, aber wie, nur Gitarre und Bass, keine Formation, und ihr habt keine Stücke, die ihr unbedingt spielen wollt, also gut in so anderthalb Stunden, ich such euch jemand zusammen. Und so weiter. Er verpasst uns weitere Mitspieler, die darauf bestehen, dass wir in ein Kabuff verschwinden, in dem dann alle unplugged ihre E-Gitarren rausholen und rumdaddeln und nervös rauchen und über Tonarten diskutieren und sich einspielen, einsingen oder einmachen. Drei Stücke werden besprochen, die überwiegend Standard-Blues sind. Eines davon hat ein spezielles Lick, das ich nach zwei Mal Hören nachspielen kann.