Nach einem kurzen leicht besoffen wirkenden Intro legt
Paul Tiernan mit
Driver die perfekte Melancholie vor. Ein herzlicher kleiner Groove und die Frage, wo es denn noch hingehen könnte im Leben, wenn man mal die 16 schon länger hinter sich gelassen hat und sich immer noch so jung fühlt.
Painkillers hat der in Frankreich lebende Ire sein Album genannt. Das trifft es, auch wenn der Titeltrack mit dem gleichen Namen eher bittersüß von allseitiger Einlullung berichtet: Wurde der Hörer auf der grandiosen vorherigen Scheibe
Virgoville noch mit rockigen Gitarren beworfen, so streckt sich die gleiche musikalische Hand diesmal mehr nach den Seelen aus, um sie zu streicheln. Es geht wieder folkiger zur Sache, der Singer/Songwriter mit solider Gesangs- und Gitarrenarbeit steht weiter vorne auf der Bühne dieser Scheibe, oft weich aber nie ins Schnulzige abdriftend.
Magicians nennt er seine Mitmusiker und sich selbst im träumerisch-mystisch gehaltenen Papp-Cover der Platte. Man könnte sich keinen passenderen Soundtrack für einen nebligen Herbst vorstellen.
Painkillers ist erschienen auf Pauls eigenem Label Right Stuff Records und ist seit dieser Woche auf
cdBaby käuflich zu erwerben. Dort kann man auch reinhören.