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Schöne Erinnerungen, gratuliere. Ich habe angefangen mit dem C64 (davor gab es sogar einen Commodore PET im Haus). In jeder Klasse gab es ein oder zwei Assembler-Programmierer. Das ist heute unvorstellbar. Ich selber hatte nur mal dreißeig Seiten Assembler-Buch gelesen, konnte aber genug Basic, um damit ein einfaches, aber spielbares Snake zu programmieren.

Im Rahmen des Matheunterrichts gab es auch bei uns eine Einheit Informatik. Die armen Lehrer! Was ich über Rechenr weiß, und so viel ist es gar nicht, stammt vom herumfummeln an config.sys und autoexec.bat, um Spiele auf dem 386 zum Laufen zu kriegen. Erweiterungsspeicher und Ergänzungsspeicher wollten jeweils neu konfiguriert werden, um eben die vollen 8MB ausnutzen zu können.

Das Wissen fehlt den Benutzern von heute, von denen es dafür halt viel mehr gibt.
Kil
2
Ja früher hatten wir nix ;-) Ja eine Technik die funktioniert lädt wenig zur Auseinandersetzung ein. Daher habe ich mich auch dem Amateurfunk zugewandt, da kann man noch selbst basteln und kriegt auch meist nicht alles fertig. Da muss man was tun sonst wirds nix. In Sachen PC find ich das aber mittlerweise gut, dass ich nicht bei jedem Programm ne andere config laden muss und alles halbwegs problemlos funktioniert. So kann man wenigstens die Zeit produktiv verbringen statt am Betriebssystem zu schrauben.
Martin
3
Geniale Beschreibung auch meiner Kindheit – vielen Dank! :-)
uli
4
Wir sind eine Generation, die es nur einmal in dern Menschheitsgeschichte gibt, denn wir haben die digitale Revolution am eigenen Körper erfahren.
Zwischen den Menschlein, die heute aufwachsen - auch digital natives genannt - und die das Internet als schon immer vorhanden erleben, und denjenigen, die sich die Computerwelt mühsam und nicht wollend erschließen müssen - die digital immigrants -, gibt es uns, die - ja was für digitals sind wir eigentlich? -, diejenigen, die den Beginn des Informationszeitalter von Anfang an begleiteten, einen Rechner noch ohne Maus bedienen können, Bandbreite schätzen und ein Gefühl dafür haben, was in der grauen Kiste unterm Tisch tatsächlich vorgeht.
Wir sind die einzige Generation, die einst erzählen kann, wie es war, mit Mosaic zu surfen oder wie sich einen 5,25-Diskette anfühlt, die selfhtml in der ersten Version kannten und wissen, wie sich ein Modemeinwählpiepsen anhört.
Für das Buch, das ich darüber irgendwann schreiben möchte, habe ich dich hiermit zum Interviewpartner ausgewählt.
DrNI
4.1
Ich fühle mich geehrt und bin schon gespannt auf Dein Buch.

Dann warte mal nicht zu lange mit dem Interview, je mehr Wissen ich täglich durch das Schaffen von nur wenig neuem Wissen in mich hineinstopfe, desto mehr leide ich unter Scienceheimer: Altes Wissen fällt hinten runter.

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