Künstlerkrise mit der GEMA und kein Land in Sicht für die Piraten


Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare
Ansicht der Kommentare: (Linear | Verschachtelt)

Wieso nicht?

Ich wage mal zu behaupten, qualitative Musik schafft es immer. Im Internet gibts so viele Moeglichkeiten zur Selbstverwarktung, man muss sie nur nutzen. Das ganze Label- oder GEMA-Denken ist doch irgendwie ueberholt. Bands wie Nine Inch Nails machen Millionenumsatz ohne Plattenlabel.

Aber am Anfang steht einfach immer ein gutes Produkt, und das muss man dann bekannt machen. Wenns genug Leute gibt die es gut finden wirds schon irgendwann von alleine laufen.
NIN hatten aber mal nen Label und einen gewissen Bekanntheitsgrad. Wer Kohle verdienen will muss die PR Maschinerie anwerfen und das geht nur mit der nötigen Kohle. Ausnahmen mag es zwar geben, doch werden diese dann auch eher von den großen Labels unter Vertrag genommen und dann entsprechend weiter vermarktet.
Kohle? Es gibt doch so viele Moeglichkeiten kostenlos auf sich aufmerksam zu machen: Youtube, Facebook, MySpace, Vimeo, eigene Website (mit entsprechender Optik und Angebot), virales Marketing, Talentshows, Bandwettbewerbe... die Liste ist endlos, man muss es einfach nutzen.
DrNI
Videos muss man auch erst mal machen können, wenn man keinen Schrott haben will. Bei Webdesign sieht es ähnlich aus, auch das muss man können. Wenn man zu Hause aufnimmt, dann muss man auch noch was vom Produzieren (Arrangement, Tontechnik, Recording, Mixing, Mastering) verstehen. Wenn man dann das Glück hat, das alles sehr gut zu können, dann stellt man womöglich fest, dass man gar keine Zeit mehr hat, gute Musik zu machen. Bis zu diesem Punkt hat man aber noch keinen Cent verdient.

Ist man dann derart gut aufgestellt in den "alternativen Medien", dann ist der Erfolg noch lange nicht garantiert. Große Plattenfirmen hingegen bewerben ihre zukünftigen Stars schon mal mit Fernsehwerbung... die sich dann tausende Leute (unfreiwilligerweise) zu Gemüte führen. Die alleinige Verfügbarkeit auf allen "Internet-Kanälen" garantiert noch keinen Konsum.

Bei all dem sollte man nicht vergessen, dass wie in jedem Beruf die eigentliche Leistung vielleicht 51% des Erfolgs ausmacht. Pessimisten würden sagen eher 49%. Der Rest ist (Selbst)Vermarktung.
Matthias
Du kannst dich natuerlich dein ganzes Leben lang selbst bemitleiden fuer all die Dinge die du nicht kannst, oder du kannst anfangen mal ein bisschen networking zu betreiben und connections anzuhauen. Irgendjemand anderes kann vielleicht das was dir selbst nicht gelingt.

Ein grosser Plattendeal sagt noch gar nix. Amanda Palmer ist bei Roadrunner und verdient dort nix. Nun vermarketet sie sich selbst und das geht deutlich besser.

Es stimmt auch, dass die alleinige Verfuegbarkeit noch keinen Konsum garantiert. Am Anfang der Kette steht einfach immer ein gutes Produkt, ohne das gehts nicht.
Ich jammer nicht, sondern ich versuche klarzustellen, wie viel Arbeit das volle Programm an Promotion ist.

In wie weit man sich diese Arbeit macht, hängt davon ab, was man erreichen will. Ich bin auf Stardasein nicht angewiesen, ich hab einen Job, der mein Einkommen sichert.
Da ist man doch nur einer unter vielen. Da muss man schon sehr viel Glück haben, dass man da wirklich bekannt wird. Und wirklich Kostenlos ist das alles auch nicht. Für eine professionelle Optik, muss man einmal das Equipment haben, das zwar billig wie nie, aber immernoch teuer genug ist. Zum Anderen muss man es beherrschen und nicht jeder ist ein begnadeter Grafiker oder Filmemacher. So einfach wie das immer dargestellt wird isses nämlich nicht.
DrNI
Da sind wir ja einer Meinung, wie mein anderer gerade abgesetzter Kommentar zeigt. Ergänzend möchte ich hinzufügen: Gute Musik zu machen ist ja schon schwer genug. Aber eine gute Aufnahme zu machen, das ist eine andere Qualifikation, die man in dem Fall zusätzlich braucht. Das benötigte Equipment geht schnell in die Tausende, wenn sich das Ergebnis wirklich nach Studio anhören soll. Für jedes Item aus der folgenden Auswahl kann man problemlos zwischen 250 und 1000€ hinlegen: Gute bis sehr gute Mikros, hochwertiges Recording-Interface, ggf. richtig gute Preamps für Bass/Gitarre/Mics, anständige Monitorboxen, Recording-Software mit den nötigen Effekt-Plugins.
Matthias
Du musst ja nicht alles selbst kaufen? Die meisten Bands nehmen Demos auf und buchen dann mal ein paar Tage im Studio um alles ordentlich aufzunehmen. Wer ausser Dave Grohl und Trent Reznor besitzt denn schon sein eigenes Studio?
Klar, Studio ist auch ne Option. Ein Studiotag im Neckarsound hier kostet zum Beispiel 375 Euro, wobei der Plattenspeicherplatz zusätzlich kostet, zzgl. MwSTt.

Was meine elektronische Musik angeht, so hab ich's natürlich gut: Line-Signale von Keyboards sind meist einfach zu handhaben.
Florian
Plattenplatz kostet extra? Das ist... bemerkenswert.

Kommentar schreiben


Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA 1CAPTCHA 2CAPTCHA 3CAPTCHA 4CAPTCHA 5





Suche
Blog abonnieren
XML Feedburner SmartFeed
Eigenwerbung
Verwaltung des Blogs
Login
Impressum
Siehe www.drni.de