
Irgendwann ist es dann vorbei mit dem vielen Bumsen, es läuft halt so aus, wie wenn beim Benziner der Sprit ausgeht. Rollt aus, immer weniger Gas, dann Stillstand. Dann bist du aber schon alt und fett geworden und schlecht verkäuflich auf dem Markt. Also eben der Alkohol, kippst dir halt die Birne zu, ist ja besser als gar nichts zu tun, irgendwie, abschneiden will man die entsprechenden Teile ja auch nicht. Und Golf ist auch nichts für dich. Wenn doch irgendwie Langeweile aufkommt, verprügelst du deine inzwischen aus den Windeln gekommenen Verhütungsunfälle, deine Frau lieber nicht, die hat dieses gefährliche Nudelholz und die langen Messer in der Schublade, man weiß ja nie. Schwach geworden bist du über die Jahre, und dein Geist ernährt sich nur noch von noch Schwächeren und von den Gebetsmühlen, in denen du plapperst, was für ein Held du doch immer schon warst, während dein Gehirn täglich degeneriert und die Hände langsam zu sehr zittern, um die kleinen Ärsche der Jungs noch richtig zu treffen. Dann irgendwann bist du 40 oder 50, im Job geht es abwärts, deine Performance ist schon lange nicht mehr erwähnenswert, und krank bist du mehr als du Urlaub hast. Dein Chef ist ein Arschloch und will dich loswerden, aber was weiß der schon über das mit dem Bumsen, der hat ja alles, was man im Leben so braucht und noch viel mehr. Ja so wie der müsste man sein. Ein Arschloch? Das bist du schon längst, aber wie alle Drogenabhängigen schon lange gänzlich merkbefreit, schon lange in der eigenen Welt, in der der allgegenwärtige Höhenflug ein einziger Absturz ist, was aber nur in den seltenen Momenten tieftrauriger Nüchternheit steinschlagartig in dein Bewußtsein hagelt und sofort eine neue Bedröhnung fordert.
Wie hoch kann man fallen, um es nicht zu überleben? Das weiß an seinem Ende nur jeder alleine.