Der zuletzt
hier abgebildete Bass, ein HBB-5000, um nicht zu sagen genau mein HBB-5000 aus dem Hause Harley Benton, seines Zeichens irgendwo in Asien zusammengezimmerte Hausmarke des angeblich größten Musikhauses Europas, also Thomanns, taucht spontan wo anders wieder auf:
DooYoo verzeichnet ein sehr ähnlich aussehendes Instrument unter dem Namen Rocktile Boondock V. Es gibt auch einen Boondock IV, der hat dann eben nur vier anstatt fünf Saiten. Der Kopf sieht etwas anders aus. Die Hardware ist beim Viersaiter auf einmal »vergoldet«, ansonsten scheinen es vom Aussehen her exakt die gleichen Teile zu sein. Auch das angegebene Holz (Bubinga) ist das gleiche. Der Fünfsaiter kommt nicht silber-metallic sondern verchromt daher, wie zumindest
dieser Shop vermuten lässt. Nur eben noch 120€ billiger als vor etwa drei Jahren bei Thomann.
Wie kulanterweise versprochen hat der
Hersteller Händler ein
Ersatzteil für meine gebrochene Mechanik spendiert. Sogar in
mattchrom, was optisch silber-metallic entspricht. Und siehe da: Die Mechanik scheint von einem anderen Hersteller als die alten zu sein. Bei den alten Mechaniken habe ich ja schon mal sämtliche Ringe ausgetauscht, weil sie zerbröselten. Hier hat man nun eine robustere Konstruktion gewählt. War am Ende Thomann selbst nicht mehr mit den Bässen zufrieden, die nun Rocktile heißen und vom selben asiatischen Zimmermann an andere Händler vertickt werden? Habe ich diese preiswerte Axt doch gar nicht so preiswert erstanden, weil sie in Wirklichkeit noch viel weniger wert war?
Nunja. Bei meinem HBB-5000 ist bis auf das Holz mittlerweile nichts mehr im Originalzustand. Vorgestern habe ich die neue, verchromte Brücke eingebaut. Die gab es bei Ebay günstig. Ich wunderte mich noch, wieso, wo Harley Benton diese Brücke doch nicht mehr verbaut. Aber die heißen ja nun Rocktile und da ist die Brücke in Chrom im Fünfsaiter enthalten.
Über meine Bastelei werde ich dann nochmal hier berichten, wenn ich die Eigenbau-Elektronik durch etwas nobleres ersetzt habe.