Mein Facebook und ich


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Wir wollen ja alle wieder mehr Blog wagen, zumindest wenn Johnny was bewirkt haben will. Und in der Tat: Blogs haben die Vernetzung vernachlässigt. Zurück zur Link-Liste, zurück zur Empfehlung. Nicht narzisstisch Teilen wie auf Facebook. Nicht teilen, um
Blogs scheitern nicht an Facebook oder Twitter. Blogs scheitern mit Format: In Blogs geht es um Inhalte, um Informationen, manchmal sogar um anstrengend Wichtiges. In Facebook & Co geht es um die Reality Web Show, um das Mitfiebern bei oft Belanglosem. Un

Kommentare
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Kil
1

Gerade die Nachricht gesehen, dass das nächste Musikerportal dicht macht, da ja jetzt alle bei Facebook sind. Braucht man eigentlich noch einen Blog? Könnte man ja auch durch eine FB Seite ersetzen.

DrNI
1.1

Natürlich braucht man ein Blog. Der Grund steht im vorletzten Absatz: Facebook ist gut für kurze Botschaften – für Hinweise auf andere Botschaften. Aber solange längere Gedankengänge noch gefragt sind, brauchen die ein Forum. Noch machen das oft die Holzmedien, zum Beispiel die ZEIT Online. Aber eben auch Blogs.

Als Band braucht man womöglich sowieso kein Blog, außer man hat Fans, die gerne auch noch längere Elaborate lesen. Hier scheint mir Lesen und Hören eh out, nun ist Video gefragt.

uli
2

Schöne Analyse, gute Selbsteinschätzung. Das Schlimmste an Facebook ist vielleicht die Vorstellung, dass es nicht wenig Leute gibt, die Facebook für das Internet halten und gar nicht wissen, was sie verpassen. Andererseits: Will man diese Leute in "unserem" Netz haben?

Facebook ist eine kommerzgetriebene Veranstaltung von anderen, bei der Leichen von vorgestern auftauchen. Twitter ist Info-Quelle und Möglichkeit, Gleichgesinnte neu zu finden.

Aber es gibt nur einen Ort im Internet, wo ich genau das von mir geben kann, was ich will und nur die zuhören müssen, die das wollen: Mein Blog. An dem frickelt nur einer rum und das macht auch keiner zu, weil es ihm gerade einfällt.

My Blog is my castle.

DrNI
2.1

Ich sitmme Dir natürlich zu: Blogs sind die wahre™ Freiheit. Nur hat man als Blogger weniger die wohltuende Illusion, auch Rezipienten zu haben. Die hat man nur bei Facebook. Denn die mehrere hundert Freunde (bei vielen) lesen das ja alle. Glaubt man zumindest gerne.

(Mal davon ausgegangen, dass man nicht ein A-Blogger ist, wobei A hoffentlich nichts körperliches ist ;-) )

Das eigene Blog, womöglich auf dem eigenen Server, das ist Freiheit und Unabhängigkeit, wie sie für mich den Geist des Bloggens als freie Meinungsäußerung mit ausmacht. Allerdings: Wem ist das die Mühe wert? Vermutlich nur piratenaffinen Nerds.

DrNI
3

Sehr gut gelungen zu diesem Thema und gerade von mir gefunden:

http://www.taz.de/Buch-ueber-Facebook/!100118/

Das erstaunliche an deiner Analyse ist, dass sie - obwohl schon fast ein Jahr alt - immer noch genauso treffend ist wie damals. Alles richtig.

Aber: Vor 100 Jahren hätte man einen ähnlichen Artikel über das Telefon schreiben können. Es gibt die drinnen (mit Telefon) und draussen (ohne). Was ist ein Telefongespräch im Vergleich zur Diskussion im Wirtshaus oder einer persönlichen Begegnung? Das neue sucht sich eine Nische, und manchmal kann das Alte auch parallel bestehen bleiben.

DrNI
4.1

Nur dass es beim Telefon eben mehrere Anbieter gibt - sowohl von Netzen als auch von Telefonen, die dank Standardisierung alle miteinander funktionieren.

Facebook funktioniert nur mit Facebook.

Man kann Das Web draußen zwar in Facebook verlinken, aber umgekehrt geht es nicht. Inhalte kommen aus Facebook nicht raus, nur rein, dort bleiben sie gefangen und unter der Kontrolle eines einzelnen amerikanischen Konzerns, der stärker noch als z.B. Google bestimmt, was für uns wichtig ist, und was nicht.

Das wäre ja, als würde die Telekom bestimmen, welche Anrufe nützlich für uns sind und welche nicht.

Alles richtig - FB versucht sich abzukapseln und eine Parallelwelt zu erschaffen. Übel Übel. Viele Menschen empfinden das aber als Gewinn - sich nicht mit den Untiefen des Webs auseinandersetzen zu müssen.

Gewagte Analogie dazu: Menschen fahren ins Ausland - um dann Schnitzel mit Pommes zu essen und Becks zu trinken. Große weite Welt - ja!. Aber bitte in vertrautem Rahmen.


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