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Mit technischen Neuerungen tue ich mir ein bisschen schwer, obwohl ich ein ziemlicher Technik-Nerd bin. Ich habe immer noch kein Smartphone und ich bin erst vor sechs Monaten bei Facebook angekommen. Zeit für einen Rückblick: Hat sich mein Leben kolossal
Die vierte Ausgabe Querverweise kommt dieses Mal mit einem guten Schuss hintergründiger Nachdenklichkeit daher:Byung-Chul Han beschäftigt sich auf ZEIT Online mit der Zeit und argumentiert, dass es verschiedene Zeiten geben müsse, die ihren eigenen Gesetz
Geteiltes Leid ist halbes Leid, sagt man. Und man könnte hinzu­fügen: Geteiltes Glück ist doppeltes Glück. Ich bin nun etwas über vier Jahre bei Face­book. Schon mehr­mals habe ich darüber gebloggt. Eigentlich immer dann, wenn die Ent­täus

Kommentare
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Albi
1

RESPEKT !!

ich finde mich wieder.

Bravo. Ist mir aus der Seele geschrieben. Fast hätte ich den Artikel wegen seiner Länge nicht gelesen. Bin froh, dass ich mir die Zeit genommen habe.

Pit
3

Wow! Ein toller Artikel, der das Thema gut und schlüssig aufarbeitet.

Ja, ich habe auch den Eindruck, dass wir Menschen mit unserer Technilogie nicht Schritt halten können. Irgendwie sollten wir alle mal innehalten und uns in Ruhe anschauen, was wir bisher schon alles an Möglichkeiten erschaffen haben. Und dann aussortieren, was wir einfach nur geil finden gegenüber dem, was uns auch was nützt.

Stattdessen tappen wir blindlinks dem Fortschritt hinterher und machen alles Machbare auch mit. Beispielsweise halten wir zig oberflächliche Kontakte gleichzeitig über elektronische Kommunikationswege, haben aber kaum eine wirklich tiefe Beziehung zu jemandem. Denn sowas kostet Zeit und ist in 140 Zeichen nicht zu schaffen.

Technilogien nutzen, aber nur, wo es auch sinnvoll ist - das ist offenbar nicht unsere Stärke.

Toller Text! Und tolles Thema, das man eigentlich nie erschöpfend behandeln kann. Ich wage mal die These, dass es auch was mit Kompetenz zu tun hat. Oder sind wir dem Sog hilflos ausgeliefert?

Du sagtest mir, du hast kein Smartphone, weil du es sonst für alles Mögliche nutzen würdest und es dich unter Stress setzen würde. Meine Erfahrung ist eine andere: Ich habe ein Smartphone, das kann alles (inklusive meine Schritte zählen und Drohnen steuern), aber ich nutze es nur zum Telefonieren und Mitteilungen schreiben und manchmal zum Navigieren im Auto.

Ich glaube, man kann auch einfach "nein" sagen.

Zitat Gilbert: "Ich glaube, man kann auch einfach "nein" sagen."

Ich glaube das nicht, jedenfalls nicht pauschal. Und schon gar nicht einfach!

Du selbst sagst, dass es etwas mit Kompetenz zu tun hat. Die haben wir nicht, das behaupte ich. Auch das gilt natürlich nicht pauschal, und Du magst sie vielleicht doch haben. Aber ich kann sie kaum beobachten in meinem Umfeld und in mir selbst. Sie wird nirgends gelehrt, nicht vermittelt und benötigt zwingend ein Bewusstsein für das, was dieser Artikel darlegt. Dieses Bewusstsein sehe ich bei kaum jemandem und rechne auch für die nähere Zukunft nicht damit. Da bin ich sehr pessimistisch.

Mir selbst hilft tatsächlich nur der weitgehende Verzicht. Ich habe ein altes Klapphandy ohne Datenvolumen, mit dem Texten und Telefonieren keinen Spaß macht. So wird es kaum benutzt.

Demgegenüber fühle ich mich jedesmal persönlich beleidigt, wenn wieder einmal jemand gedanklich bei seinem summenden Smartphone ist, während er sich angestrengt zwingt, sich mit mir zuende zu unterhalten. Darüber schmunzelnd hinwegzusehen, fehlt mir ebenfalls die Kompetenz ;-)

Niels

Mich stört es auch oft, wenn in persönlichen Gesprächen die Leute mehr ihrem Telefon als mir "zuhören". Manchmal erlebe ich auch, dass sie das summselnde Ding mit den genervten Worten "was ist denn jetzt schon wieder?" aus der Tasche holen und sich dann eine ganze Weile dem Wischen hingeben. Das Genervtsein reicht aber wohl meist nicht zur Verhaltensänderung.

Ich weiß, dass ich dafür auch selbst anfällig wäre, deswegen verzichte ich bisher auf ein Smartphone. Ein anderer Grund ist, dass ich nur noch wasserdichte Handys benutze und da ist die Auswahl bei Smartphones (noch) nicht so gut.

Niels
4.2

Ich finde es nicht so einfach, "Nein" zu sagen. Schon allen mir selbst gegenüber oft nicht. Und vielleicht noch weniger anderen gegenüber, die dann erwarten, dass ich ja meine Mails schon gelesen habe, während ich irgendwo unterwegs war, und so weiter.

Ich bestreite gar nicht, dass Smartphones in vielen Dingen sehr nützlich sein können und mir fehlt das manchmal auch. Aber für mich sind sie ein bisschen wie die Atomkraft. Auch als Waffe nutzbar und schwer abzuschalten. ;-)


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