Magda Piskorczyk hat den Blues. Aber nicht nur den. Man kann sich kaum eine vielseitigere Sängerin vorstellen. Die im Südwesten von Polen geborene Madga beschäftigt sich mit den unterschiedlichsten Richtungen. Afrikanische Grooves, Gospel, und immer dabei ist der Blues und vor allem immer unverwechselbar ist ihre unglaubliche Stimme. Routiniert betätigt Magda natürlich auch Gitarre und Bass, wobei sie die Stromgitarre gerne ihrer oft etwas frostig blickenden Bandkollegin Ola Siemieniuk überlässt. Natürlich kann sie das: Wundervolle Versionen von
All of Me oder
Papa Come Quick. Doch hier nun mal ein Schritt mehr in Richtung Welt, fast schon meditativ, ein Stück dessen Sprache ich nicht spreche und dessen Titel ich nicht kenne und das mich trotzdem verzaubert:
Erzeugerabfüllung, die Vorgang, bei dem Sohn oder Tochter das erste Mal den Alkoholkonsum des Vaters ohne Erbrechen übertreffen, vulgo ihn unter den Tisch saufen.
Sokrates trifft Fuzzylogik: Ich weiß, dass ich nichts weiß. Aber selbst da bin ich mir nicht ganz sicher!
Vitamin C macht krank. Das zumindest wollen Tübinger Forscher laut einer neuen Studie herausgefunden haben. Schon in der Vergangenheit war die positive Wirkung von Vitamin C auf das Immunsystem in Fachkreisen eher umstritten. Bei einem Erkältungsanflug viel Zitrusfrüchte zu essen oder gar Präparate mit Vitamin-C einzunehmen ist demnach kein Garant für Gesundheit. Die aktuelle Studie der Forscher konzentriert sich jedoch auf die seelische Gesundheit ihrer Probanden.
Übeltäter Orange? Tübinger Forscher warnen vor den Nebenwirkungen.
Einfach den Regler hoch. Und dann?Zwei der neueren Blog Posts hier auf Gsallbahdr Zwei hatten folgende Titel:
Mit Titten auf die Kacke hauen und
DrNI – unseen. Der erstgenannte Post ist nichts weiter als ein Pointer auf einen lesenswerten Artikel des Herrn K., in dem er ausführt, man müsse Mist für die Masse machen, um im Internet wahrgenommen zu werden. Der zweite Post stellt meine neue Platte vor. Den Zugriffstatistiken zufolge hat der Post mit dem Wort
Titten im Titel mehr Leser, obwohl er weniger inhaltlichen Nährwert hat: Er sticht mit seiner leichten Unflätigkeit irgendwie aus dem alltäglichen Informationsgrundrauschen heraus. Hier nun also einige Gedanken über das
Us and Them von Künstler und Publikum.
Und der Regen hört einfach nicht auf. Wir sind unterwegs und unterwegs und ich warte auf den Moment, ab dem die Jacke nichts mehr halten wird. Der Regen ist gut, sagst du, denn ohne Regen wächst nichts. Wir brauchen ihn. Und ich spüre, wie der Punkt gekommen ist; das Wasser ist auf der Haut und ich sage: Jaja, aber die Kälte, diese Kälte, was wenn ich es nicht schaffe? Auf Regen folgt Sonnenschein sagst du, stürzt dich in Plattitüden, die dich retten sollen, aber retten sie auch uns? Lass uns nach Hause gehen und vögeln, sage ich. Du willst lieber fliegen, meinst du, und unser Haus ist sowieso kaputt. Dann muss ich hier eben erfrieren, denke ich und schweige.
Eine etwas blinde Liebe zu Tübingen gehöre mit der Zeit schon dazu, wenn man hier wohne. Das versuchte mir mal ein schon länger sesshafter Wahltübinger klar zu machen. Und bis auf die alten schwäbischen Vermieter sind die meisten eben Wahltübinger. Sie haben eine Stadt gewählt, die freien Gedanken ein Zuhause bietet, stets unstet ihre Generationen von Studenten durchwechselt und mit all dem nur eine überschaubare Kulturszene aufrecht erhalten kann. So halten wir Tübinger uns fest an den kleinen charmanten Schmankerln unserer Stadt. Zum Glück kommen diese manchmal unverhofft:
Graffiti »Alois, wir werden dich nie vergessen!« unter der Gedenktafel an Alois Alzheimer an der Mensa Prinz Karl.
Siehe auch: Tübinger Currywürste und Artverwandte.